Unsere Erfahrungen mit der Elektrokutsche

Elektrokutsche: Erfahrungen aus der ersten Saison und Ausblick (Teil 3)

Nach der Idee, einen elektrischen Hilfsmotor an unsere Kutschen zu bauen und den ersten Fahrten sowie der technischen Umsetzung konnten wir eine ganze Saison mit unseren Elektrokutschen Erfahrungen sammeln. Rund 150 Fahrten liegen hinter uns – ein intensiver Praxistest, der wertvolle Erkenntnisse gebracht hat.

Positive Bilanz der ersten Eventsaison

Unser Konzept hat dem Härtetest einer gut besuchten Hauptsaison standgehalten. An zahlreichen Einsätzen bei Teamevents im Sommer 2025 traten kaum Schwierigkeiten oder Ausfälle auf. Besonders erfreulich: Unsere Pferde sind in diesem Jahr deutlich zufriedener und motivierter unterwegs gewesen. Dank der elektrischen Unterstützung schwitzen sie kaum, wirken entspannter und gehen die Fahrten mit spürbarer Freude an.

Elektrokutsche Erfahrungen
Zufriedene Haflinger Pferde bereiten uns Freude

Technische Erfahrungen

Die Praxis hat gezeigt, dass die Kutschen zuverlässig funktionieren. Eine kleine Herausforderung bildet eine besonders steile Stelle auf unserer Panoramarundfahrt. Dort reicht der Motor allein nicht aus. Wenn die Pferde kaum mithelfen, kann es passieren, dass der Motor über die Leistungsgrenze hinaus beansprucht wird und die Sicherung auslöst. Deshalb bleibt die Grundregel bestehen: auch mit Unterstützung müssen die Pferde aktiv mitziehen.
Ein weiterer Unterschied zeigte sich zwischen den verbauten Motorvarianten. Der erste Wagen mit dem schwächeren Motor erwies sich als etwas schwieriger zu bedienen, war etwas lauter und verursachte häufiger Quietschgeräusche. Deshalb haben wir beschlossen, alle drei Planwagen mit dem stärkeren Motor auszustatten, um künftig noch robuster und komfortabler unterwegs zu sein.

Wenn die Motorenleistung zu lange im roten Bereich bleibt, fällt die Sicherung heraus.

Ausblick und nächste Schritte

Mit den positiven Erfahrungen im Rücken blicken wir zuversichtlich in die Zukunft. Die Elektrokutschen werden ab jetzt dauerhaft für unsere Gästerundfahrten verwendet. Dabei möchten wir die Technik stetig weiterentwickeln. Der Umbau aller Wagen auf die stärkere Motorisierung ist bereits im Gang.
Darüber hinaus prüfen wir weitere Verbesserungen im Detail. Die Feinjustierung der Motoren um die Geräuschdämpfung zu optimieren sowie die Feinabstimmung der Steuerung sind aktuelle Themen. Damit wollen wir sicherstellen, dass auch kommende Saisons zuverlässig, pferdefreundlich und nachhaltig gefahren werden können.

Da wir mit der Elektrounterstützung erst im Frühling 2025 gestartet sind, haben wir noch keine Erfahrungen mit den tiefen Temperaturen bei Winterevents. Wie wirkt sich die Temperatur auf die Leistung des Akkus aus bei der romantischen Kutschenfahrt mit Glühwein durchs Emmental? Welche Auswirkungen haben Schnee, Eis und Kälte auf Motor und Kraftübertragung an der Kusche? Sicher ist, dass wir uns das Team-Erlebnis im Winter nicht verderben lassen.

Fazit

Die erste Teamevent-Saison mit elektrischem Hilfsmotor an der Kutsche hat gezeigt: Unser Konzept funktioniert. Die Elektrokutsche schont die Pferde, steigert den Fahrkomfort und eröffnet neue Perspektiven für nachhaltige Kutschfahrten. Jetzt gilt es, die gewonnenen Erfahrungen in die Weiterentwicklung einzubringen. Damit wir auch in Zukunft umweltfreundlich, leise und pferdefreundlich unterwegs sein können.

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